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| Wege und Chancen im neuen "Setting" |
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Pro
Prognos arrangiert als Basis für die Arbeit mit Jugendlichen
eine Veränderung des persönlichen Umfelds und konstruiert
ein neues Setting. Begleitet und angeleitet wird der Jugendliche während
dieses Arrangements durch qualifizierte Pädagogen und
Psychologen.
Kern dieses neuen Settings ist die Veränderung
der Modellierungsbedingungen, die Kontrolle des Regulationssystems und
die Stimuluskontrolle. Der Jugendliche verlässt sein pathogenes Umfeld
und erlernt in anderer Umgebung mit neuen Paradigmen die Dekonstruktion
seiner Verhaltensweisen sowie das Finden und Erfinden von neuen Lösungen.
Als vorrangige Quelle normabweichenden Verhaltens
im Kindes- und Jugendalter gelten vor allem folgende Faktoren:
- Durch bestehende Systeme - in der
Regel die Familie - werden Aggressionen beim Jugendlichen modelliert
und verstärkt.
- Die Familie ist wiederum in ein Netzwerk
weiterer Subsysteme, wie Nachbarschaft, Freunde und Arbeit eingebunden,
mit denen der Jugendliche ebenfalls lebt und die somit auch als Quellen
für Modellierung und Verstärkung anzusehen sind.
- In diesem Netzwerk seiner Systeme
sucht der Jugendliche die fehlende Selbstbestätigung.
- Die Einflüsse der Subsysteme
können die familiären Einflüsse unterstützen oder
ihnen entgegenwirken.
- Symbolische Modellierungsprozesse,
die vor allem durch die Massenmedien erfolgen, sind ebenfalls eine Quelle
aggressiver Verhaltensweisen.
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