Wege und Chancen im neuen "Setting"

[1] [2] [3] [4]

Pro Prognos arrangiert als Basis für die Arbeit mit Jugendlichen eine Veränderung des persönlichen Umfelds und „konstruiert“ ein neues Setting. Begleitet und angeleitet wird der Jugendliche während dieses „Arrangements“ durch qualifizierte Pädagogen und Psychologen.

Kern dieses neuen Settings ist die Veränderung der Modellierungsbedingungen, die Kontrolle des Regulationssystems und die Stimuluskontrolle. Der Jugendliche verlässt sein pathogenes Umfeld und erlernt in anderer Umgebung mit neuen Paradigmen die Dekonstruktion seiner Verhaltensweisen sowie das Finden und Erfinden von neuen Lösungen.

Als vorrangige Quelle normabweichenden Verhaltens im Kindes- und Jugendalter gelten vor allem folgende Faktoren:

  • Durch bestehende Systeme - in der Regel die Familie - werden Aggressionen beim Jugendlichen modelliert und verstärkt.
  • Die Familie ist wiederum in ein Netzwerk weiterer Subsysteme, wie Nachbarschaft, Freunde und Arbeit eingebunden, mit denen der Jugendliche ebenfalls lebt und die somit auch als Quellen für Modellierung und Verstärkung anzusehen sind.
  • In diesem Netzwerk seiner Systeme sucht der Jugendliche die fehlende Selbstbestätigung.
  • Die Einflüsse der Subsysteme können die familiären Einflüsse unterstützen oder ihnen entgegenwirken.
  • Symbolische Modellierungsprozesse, die vor allem durch die Massenmedien erfolgen, sind ebenfalls eine Quelle aggressiver Verhaltensweisen.